Franks Fünf Freitags Fragen: Jede gute Führungskraft muss unternehmerisch denken und handeln!

Was macht eine Führungskraft zu einer guten Führungskraft? Ein wichtiges Element ist aus meiner Sicht deren unternehmerische Denken und Handeln. Es ist keinesfalls nur Aufgabe der Geschäftsführung oder der unmittelbar mit den Kunden befassten Führungskräften, „unternehmerisch“ zu handeln, sondern jede Führungskraft hat - ganz unabhängig von der Führungsebene und dem jeweiligen Verantwortungsbereich - diese Aufgabe.


Was „unternehmerisches“ Handeln dabei konkret bedeutet ist idealerweise Bestandteil des Führungs-Leitbildes im Unternehmen. Hier wird festgelegt und dokumentiert, was konkret unter unternehmerischem Handeln zu verstehen ist und wie dies im Verhalten der Führungskraft im Tagesgeschäft beobachtet werden kann. Fehlt ein solches dokumentiertes Leitbild, dann gibt es doch zumindest ein unausgesprochenes Verständnis davon, wie unternehmerisches Handeln im Unternehmen gesehen wird.


Von Unternehmen zu Unternehmen kann das Verständnis dabei sehr unterschiedlich sein. Es gibt aber einige Aspekte des unternehmerischen Handelns, die in fast jedem Unternehmen sinnvoll sind.


Dazu zählen zum Beispiel das Entscheiden und Handeln im Sinne der Strategie des Unternehmens, die Kenntnis über die internen und externen Kunden und das Handeln in deren Interesse, die Berücksichtigung wirtschaftlicher Aspekte (Kosten / Nutzen), das aktive und wirksame Gestalten der eigenen Prozesse im Verantwortungsbereich, das verantwortungsvolle Handeln für Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner oder auch das Erkennen von Veränderungsbedarf und die aktive Gestaltung von Veränderung.


Das unternehmerische Handeln wird so zu einer wichtigen Leitlinie, wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen. Gibt das Leitbild in einer konkreten Entscheidungssituation nicht genug Hilfestellung, dann hilft es jeder Führungskraft, sich die eine entscheidende Frage zu stellen: „Wie würde ich entscheiden und handeln, wenn es mein eigenes Unternehmen wäre?“.


Für Geschäftsführer ist es besonders hilfreich, das „unternehmerische Handeln“ im Leitbild zu verankern und Führungskräfte so auszuwählen und / oder zu entwickeln, dass sie dieses unternehmerische Handeln wahrnehmen. Denn so findet die oberste Führungsebene mit jeder Führungskraft einen "Verbündeten", das Unternehmen als Ganzes zu steuern und zielgerichtete und verantwortungsvolle Entscheidungen vor Ort und im Tagesgeschäft zu treffen.


Dafür braucht es natürlich die notwendigen Freiräume, das Vertrauen in die Entscheidungsfähigkeit der Führungskräfte und den richtigen Umgangs mit möglichen Fehlern. Interne wie externe Rahmenbedingungen müssen dabei natürlich eingehalten werden und setzen der „unternehmerischen Freiheit“ der Führungskraft sinnvolle Grenzen.


Zu diesem Thema heute die folgenden Franks-Fünf-Freitags-Fragen:


1. Was bedeutet in unserem Unternehmen unternehmerisches Handeln?

2. Was bedeutet unternehmerisches Handeln für mich persönlich?

3. Welche Freiräume brauche ich, um unternehmerisch handeln zu können?

4. Welche Freiräume gebe ich meinen Mitarbeitern, um unternehmerisch handeln zu können?

5. Was erwarte ich für ein unternehmerisches Handeln von meinem Vorgesetzten?


Wie immer wünsche ich ein schönes Wochenende und viel Glück und Erfolg bei allem, was Sie tun.


Ihr / Euer

Frank Bönning

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