• Frank Bönning

Frank`s Fünf Freitags-Fragen: Das Innere Team braucht einen Inneren Chef

Wer kennt den Satz nicht: „In meiner Brust schlagen zwei Herzen.“


Wenn es um wichtige Entscheidungen geht, dann melden sich verschiedene innere Stimmen in uns, die mehr oder weniger stark ihren Beitrag zur Entscheidungsfindung leisten wollen.


Fast immer meldet sich die Stimme der „Vernunft“, aber auch der „Abenteurer und Entdecker“ oder vielleicht unser innerer „Kritiker“, unser „Antreiber“, der „Vorsichtige“ oder auch der „Emotionale“ in uns. All dies sind die Stimmen unseres „Inneren Teams“, welches wir im Laufe unseres Lebens bewusst oder unbewusst zusammengestellt haben und das uns durch unser Privat- und Berufsleben begleitet.


Wer vor einer wichtigen beruflichen Entscheidung steht oder eine bestimmte Situation – zum Beispiel eine Konfliktsituation – besser verstehen will, tut gut daran, dieses Innere Team bewusst zu befragen.


Wie bei jeder guten Teamsitzung braucht es dabei einen Teamleiter, der dafür sorgt, dass alle Stimmen gehört werden und der die Meinungen seines Inneren Teams mit etwas Abstand wahrnimmt, versteht und bewertet: Es braucht auch den „Inneren Chef“.


Dieses Bild des „Inneren Chefs“ sorgt dafür, dass die verschiedenen Inneren Stimmen nicht alle durcheinander reden und das jede Stimme gehört wird. Zudem hilft es, eine einmal „neutrale“ Instanz in uns zu schaffen, die erst einmal nichts entscheiden oder zu bewerten hat sondern sich zunächst die einzelnen Stimmen des Teams anhört. Dabei steht der Innere Chef seinen inneren Teammitgliedern positiv gegenüber, denn jede Stimme hat ihre Berechtigung und führt (eigentlich) nur Gutes im Schilde.


Im Coaching eignet sich das Bild vom Inneren Team und vom Inneren Chef hervorragend, den Klienten bei der Entscheidungsfindung oder in seiner Situation ins Nachdenken und Arbeiten zu bringen und damit mehr Transparenz zu seiner Situation zu schaffen. Dieses Arbeiten wird durch Visualisierungen und gezielte Fragetechniken unterstützt und ermöglicht so die Innere Teamsitzung lebendig und aktiv zu erleben.


Stellen Sie sich doch zum Thema "Inneres Team" einmal die folgenden Fragen:


1. Wann habe ich das letzte Mal mit meinem Inneren Team gesprochen?

2. Welche Mitglieder sitzen in meinem Inneren Team?

3. Welche Mitglieder in meinem Team sind besonders aktiv und laut und wen überhöre ich gerne?

4. In welcher Situation möchte ich mein Inneres Team beim nächsten Mal befragen?

5. Wie könnte die konkrete Frage an mein Inneres Team aussehen?


Wie immer wünsche ich ein schönes Wochenende und viel Glück und Erfolg bei allem, was Sie tun.


Ihr / Euer

Frank Bönning

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