• Frank Bönning

Frank`s Fünf Freitags-Fragen: Warum Führungskräfte nicht einsam sein müssen!

Führungskräfte sind strukturbedingt meist einsam. Sie sitzen in der Hierarchie immer zwischen zwei Ebenen, haben zum einen den eigenen Chef und zum anderen die eigenen Mitarbeiter.


Mag das persönliche Verhältnis zum eigenen Chef oder den eigenen Mitarbeitern auch noch so gut sein: In ihrer „Rolle“ ist die Führungskraft allein und es fehlen Gesprächspartner, die in ihrer Rolle neutral ohne eigene Interessen sind. Auch das familiäre Umfeld oder der Partner sind alles andere als neutral. Mit wem also soll die Führungskraft reden, eine Meinung einholen, um Rat fragen? Sie ist einsam und kennt häufig nur den Dialog mit sich selbst, wenn sie in schwierige Situation gerät.


Doch das muss nicht so sein. Um die strukturbedingte Einsamkeit aufzubrechen, braucht die Führungskraft ein Netzwerk im Unternehmen, das sie als Ressource zur Problemlösung nutzen kann.


In größeren Unternehmen gibt es dazu eine ideale Gruppe: Kollegen derselben Führungsebene, ohne dass diese denselben Chef haben. Diese Gruppe von Kollegen ist in der Lage, eine weitgehend neutrale Position einzunehmen und der Führungskraft mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.


Sind Sie Leiter einer Niederlassung? Vernetzen Sie sich mit einem anderen Niederlassungsleiter aus einer anderen Region! Da dieser dieselben Aufgaben hat wie Sie, wird er Ihnen ein besonders guter Ratgeber sein können.


Sie sind eine dezentrale Führungskraft vor Ort: Suchen Sie sich einen Verbündeten auf Ihrer Ebene in der Zentrale Ihres Unternehmens! Für beide ist diese Beziehung von weiterem Vorteil, denn so können dezentrale und zentrale Sichtweisen im Unternehmen besser ausgetauscht werden.


Ist das Unternehmen zu klein und Sie finden keine passenden Kollegen: Dann bleibt immer noch der Weg, Kontakte außerhalb des Unternehmens zu knüpfen, bei Geschäftspartnern, guten Freunden oder einem professionellen Coach, der neben der Neutralität die eigene Erfahrung und das Coaching-Know-How mitbringt.


Stellen Sie sich daher einmal die folgenden fünf Fragen:


1. Wen habe ich schon in meinem Unternehmen als neutrale Ratgeber im Kollegenkreis?

2. Welche Kollegen kann ich neu als meine Ratgeber aktivieren?

3. Welchen Kollegen kann ich selbst ein neutraler Ratgeber sein?

4. Was tue ich, um dieses Netzwerk zu pflegen?

5. Welche Ratgeber habe ich außerhalb meines Unternehmens?


Wie immer wünsche ich ein schönes Wochenende und viel Glück und Erfolg, bei allem, was Sie tun.

Ihr

Frank Bönning

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