• Frank Bönning

Frank`s Fünf Freitags-Fragen: Die eigenen roten Knöpfe kennen!

Jede Führungskraft kann in die Situation kommen, dass Kunden, Mitarbeiter oder Kollegen bewusst oder unbewusst „den roten Knopf“ drücken und die Führungskraft an die Decke gehen lassen. Von Ärger übermannt verliert die Führungskraft die Fassung. Wenn Emotionen kommen, geht der Verstand. Eine schwierige Situation für Führungskraft und Umfeld.


„Rote Knöpfe“ sind daher häufig Gegenstand im Coaching. Der Klient möchte verstehen, warum er bei bestimmten Situationen an die Decke geht und was er dagegen tun kann.


„Rote Knöpfe“ haben immer etwas mit unseren Glaubenssätzen zu tun. Wie wir auf ein bestimmtes auslösendes Ereignis reagieren bestimmen diese „Glaubenssätzen“, denen wir uns oft gar nicht bewusst sind. Sie bestimmen darüber, wie wir reagieren: Rational und der Situation angemessen oder aber irrational und der Situation nicht angemessen.


Hier setzt der Coaching-Prozess an. Ausgehend von einer konkreten Situation erarbeitet der Klient, welche Überzeugungen oder Glaubenssätze ihn in einer bestimmten Situation irrational reagieren lassen. Anschließend wird diese irrationale Überzeugung kritisch hinterfragt und wenn möglich soweit abgewandelt und modifiziert, dass sie in vergleichbaren Situationen zukünftig nicht mehr zu den überzogenen Reaktionen führt. Eine Erleichterung für den Klienten und sein Umfeld.


Wer den Glaubenssatz hat: „Meine Mitarbeiter müssen immer in jeder Situation 100% fehlerfreie Arbeit machen, weil sonst meine eigene Kompetenz im Unternehmen angezweifelt wird!“ wird bei jedem Fehler eines Mitarbeiters höchst emotional reagieren und jede Menge Kontrollen einführen, damit dies nicht passiert.


Wird der Glaubenssatz, der in seiner Absolutheit „immer“ und „100%“ nie zu erfüllen ist aber abgewandelt und verinnerlicht, zum Beispiel: „Meine Mitarbeiter müssen bei den kundenbezogenen (also besonders wichtigen) Aufgaben wann immer möglich fehlerfrei agieren!“ in Verbindung mit „Fehler haben auch etwas Gutes – wir können daraus lernen.“ Dann wird die Führungskraft bei Fehlern seiner Mitarbeiter zukünftig anders reagieren (können).


Wichtig ist dabei, dass der Klient selber im Gespräch mit dem Coach die Glaubenssätze erarbeitet, prüft und selber abwandelt und verinnerlicht. Der Coach ist wie immer „nur“ der Prozess-Begleiter und lässt den Klienten seine Lösungen selbst erarbeiten.


Aber auch ohne den Coach kann sich jede Führungskraft die folgenden 5 Fragen selbst beantworten:


1. Welche Situationen, Ereignisse, Aussagen lösen bei mir einen „roten Knopf“ aus?

2. Wie verhalte ich mich in einer solchen Situation?

3. Welche Überzeugung bringt mich dazu, mich so zu verhalten?

4. Ist diese Überzeugung wirklich rational?

5. Wenn nein, wie kann ich diese für mich abwandeln, damit sie etwas realistischer ist?


Wie immer wünsche ich ein schönes Wochenende und viel Glück und Erfolg bei allem, was Sie tun.

Ihr

Frank Bönning

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